Schreiben

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch Zufall habe ich die Petition 51048 entdeckt und begrüße zwar positiv die Weiterreichung an das Bundesministerium, bin aber überrascht über die unzutreffende und inkompetenten Lügen in der Begründung.

Zum einen werden die sogenannten “schweren Wohnmobile” der Fahrzeuge der EG Klasse M 1 – zur Personenbeförderung gemäß EU Klassifizierung, gerne von Schwerbehinderten Menschen wie zum Beispiel von mir genutzt.

Als teilweise Erwerbsunfähiger Schwerbehinderter benötige ich u.a. eine Toilette in Reichweite, aber auch Hilfsmittel sowie Platz um mich an – bzw. Umzukleiden. Mir ist bekannt das mehrere tausend Behinderte Bürger alleine in Deutschland diese Fahrzeuge nutzen, so das dann zumindest für diese, die Wohnmobile als PKW gleichgestellt werden sollten.

Offenbar jedoch richtet sich die Bundesregierung wieder einmal gegen Schwerbehinderte, so das ich höflich um eine Berücksichtigung der Tatsache bitte.

Im übrigen ist im Ausland z.B. das Verkehrszeichen 277 wie in der Petition genannt ausschließlich für LKW und gilt nicht für “schwere Wohnmobile” bis 7,5 t. Auch dies ist geeignet Verwirrung zu stiften, so das es immer wieder zu ungerechtfertigten Behandlungen aufgrund Unwissenheit kommt. Ebenfalls ist nicht plausibel warum eine Nutzung von Wohnmobilen im fließenden Verkehr wo sie unwiderlegbar dem Personentransport dienen, tangiert werden von der Nutzung im Abgestellten Zeitraum. Ob diese dann “zum Wohnen” oder zum Toilette gehen ( was ja in Bussen ebenfalls gemacht wird ) genutzt werden ist aus meiner Sicht irrelevant.

Für mich ist nicht einsehbar warum ich nicht mit meinem “Behindertenmobil” 4,25 t zGG, 6,5 m lang, 156 PS nicht überholen darf, wenn dicke Reisebusse 3 x so lang, viel höher und mit wesentlich weniger PS / Gewicht überholen dürfen. Außer dem gehen die Leute in Bussen auch in den Fahrzeugen aufs Klo, was ich in meinem Fahrzeug auch gerne möchte.

Ebenso ist klar, dass für Wohnwagen ziehende PKW`s die ja ebenfalls “zum Wohnen” unterwegs sind, die Zeichen nicht gelten, was ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz darstellt. Gleichfalls werden diese Fahrzeuge bzw Gespanne konform genutzt, sind jedoch anders gestellt und dürfen z.B. Überholen.

Auf der Autobahn bzw. Landstrasse fahren diese Fahrzeuge und werden ausschließlich zum Transport von Personen genutzt, am Urlaubsort wohnen Personen im Campingfahrzeug.

Analog sind eine Vielzahl von “Rotel” Reisebussen unterwegs, die Reisenden übernachten in den Schlafkabinen des Buss. Auch hier ist Küche, Toilette, Sitzgelegenheit und Schlafgelegenheit vorhanden und wird genutzt.

Der Bus ist vom “LKW - Überholverbot ausgenommen.

Warum auch hier wieder die Ungleichbehandlung und insbesondere zu Lasten von Schwerbehinderten die ein solches Wohnmobil aufgrund ihrer Behinderung benutzen müssen.

Ich bitte daher meine e-Mail an die zuständige Behörde bzw. Ausschuss weiter zu leiten, mit Bitte um Stellungnahme.