Reifenluftdruck
Gewichte 400

Viele Reifenschäden werden durch zu niedrigen Luftdruck verursacht.

Aber, jeder Reifen benötigt den “richtigen” Luftdruck die es ihm einerseits ermöglicht die Last zu tragen und seine optimalen Eigenschaften zu erreichen.

Der Reifenhersteller allein kann für eine bestimmte Radlast den richtigen Luftdruck benennen, der die beste Bodenaufstandsfläche und Stabilität der Karkassenkonstruktion etc. ermöglicht.

Unser Wohnmobil fahren wir mit einem  Fahrgewicht von etwa 3,75 - 3,8 t .

Die Hinterachse ist aufgrund des Überstand mit etwa 2 t belastet, bei 2,4 t zulässiger Masse. Die Vorderachse lediglich mit ca. 1,8 t bei 2,3 t zul. Masse. ( siehe Typenschild ).  Ein RDKS = Reifendruck Kontrollsystem haben wir nicht.

Hymer Typenschild

Teillastluftdruck:

Der Reifenluftdruck des Fahrzeugherstellers Hymer erscheint uns aufgrund unserer Teillast als zu hoch, so das wir einen niedrigen Reifenluftdruck fahren, jedoch nicht so niedrig wie der Reifenhersteller angibt.

Natürlich ist dieser bei den vorgeschriebenen 225/75 R 16 C116/114 Reifen in Ordnung, aber wir haben bessere und zwar 225/75 R16C 121/120

Wir fahren damit mit 3,75 bar, lt Seite 74 / 75 der Contitabelle

 Der vorgeschriebene Reifen Luftdruck wird in der Regel vom Aufbauhersteller festgelegt.

Na ja, wenn man z.B. 18” Reifen ( natürlich auch Felgen ) auf das Wohnmobil montiert, fährt man mit einem Luftdruck von ca. 2,4 - 2,6 bar. Muss man auch hier sich an die Druckangaben vom Aufbauhersteller halten ? Natürlich nicht.

Unsere Erfahrungen: Bei dem hohen Druck fährt sich das Wohnmobil Spurstabiler als bei dem “Mindestdruck” des Reifenherstellers, der ja bei Winterreifen um 0,2 bar erhöht werden soll.

Die vier lebenswichtigen Tatzen unseres Wohnmobil haben jedoch bei dem niedrigen Druck mehr Griff auf nassen Wiesen, im Sand und auf Schotter etc. Außerdem fährt sich das Wohnmobil komfortabler was Schlaglöcher und ähnliches angeht. Die Reifen sehen allerdings unten an der Standfläche ausgebeult und “breit” aus, walken also. Die Reifenflanken verändern sich unter dem tonnenschweren Gewicht des Fahrzeug und das Fahrzeug fährt sich unstabil ( schwimmt )

So fahren wir einen Druck der zwischen dem angegebenen Luftdruck des Reifenherstellers und dem des Aufbauherstellers liegt.

Reifendruck W

Die Reifen verformen sich unten zur “Reifenaufstandsfläche” oder auch “Latsch” genannt, an denen der “Grip” ( Kräfte ) an die Fahrbahn übertragen werden.

Die Größe der Fläche über die Antriebskraft bzw. Bremskräfte und / oder Seitenführungskräfte übertragen werden können, ist vom Reifendruck abhängig.